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Wie (von uns) erwartet, hatte die Strafanzeige von WOZ-Redaktor Stefan Keller keine Chance.

NichtannahmeverfügungDer zuständige Staatsanwalt kommt zum Schluss:

"Vorliegend richtet sich das besagte Plakat klar gegen den Staats Israel und dessen Siedlungspolitik in Palästina, welche seit Jahrzehnten Gegenstand politischer und rechtlicher Diskussionen ist. Urheberin des Plakates ist denn auch die Aktion Palästina Solidarität, welche die Verdrängung von Palästinensern durch den israelischen Siedlungsbau verhindern und die Idee der Errichtung eines palästinensischen Staates unterstützen will. Es geht mithin um politische Interessen und völkerrechtliche Vorwürfe gegen einen Staat und nicht um einen Angriff gegen eine Religion oder Ethnie. Daher fallen die vom besagten Plakat ausgehenden Aussagen nicht unter Art. 261bis StGB."

>>>> hier im Orginal

 

WoZ Antisemitismus KlageSehr geehrte Kantonspolizei! Wie heute besprochen, erstatte ich Strafanzeige

So zitiert in der WoZ vom 8. 12.2016 der Historiker, offenbar auch Antisemitismus Experte - im vorliegenden Fall aber vor allem WoZ-Redaktor Stefan Keller - seine Strafanzeige. Das Plakat selbst konnte er natürlich nicht abdrucken, da hätte er sich ja selbst sekundär-straffällig gemacht.

Danke für die Werbung, nachdem sich die Medien bisher vornehm zurückgehalten hatten.

Nachdem die Kommentare auf Facebook und Twitter die Aktion als sexistisch, antisemitisch, dem Orienalismus frönend oder ganz einfach "zum Kotzen" erklärt hatten, kam in den Leserbriefe in der WOZ vom 15. 12. 2016 nun doch eine differenzierte und vorwiegende positive Beurteilung zum Zug.

Auch der Web-Blog der reformierten Kirche des Kantons Zürich hat sich gemeldet:

Für ist die Plakataktion Antisemitismus to go:

"Mit der Kampagne 2016 ist aus Anti-Israelismus offener Antisemitismus geworden: Wer Augen hat zu sehen, der schaue genau hin."

"Der Text enthält einen Boykottaufruf aufgrund des angeblich unmöglichen Verhaltens des israelischen Staates, dem Landraub, Vertreibung und Apartheid vorgeworfen wird."

"Wie wird Israel dargestellt? Als arroganter, alter Mann mit grosser Nase:"

"Der Betrachter soll unbewusst beeinflusst werden: Diesem bösen Juden, der die Frechheit hatte, Auschwitz zu überleben, ist Vertreibung, Apartheid und Landraub zuzutrauen."

Netanyahux3

[ uuups: da ist doch nicht einfach ein alter Mann und "böser Jude" dargestellt, das ist doch unverkennbar der für die Politik Israels verantwortliche Regierungschef Benjamin Netanyahu. ]

Ist der Autor die Stimme der reformierten Kirche des Kantons Zürich? oder gibt es hier engagierte Christen, die es auch noch etwas anders sehen?

>>> Lesen Sie den ganzen Text und die Kommentare

 

meist gelesen auf persoenlich.comberichtet am Sonntag, 4. Dez. 2016

SBB

Rassismus-Anzeige wegen Israel-Plakat

Das Plakat der Organisation Palästina-Solidarität, das an mehreren Orten im Zürcher Hauptbahnhof hängt, soll strafrechtliche Konsequenzen haben. Ein früherer Fall gelangte bis vor Bundesgericht.

mehr dazu hier

und nimmt dabei Bezug auf einen Bericht auf «NZZ am Sonntag», der leider online nicht verfügbar ist.

meint (u.a.)  dazu:Audiatur online

Plakativer Antisemitismus in Zürich

Schon die Symbolik ist zutiefst antisemitisch:
Der Premierminister des jüdischen Staates wird nicht nur als Ausbund an Arroganz dargestellt.

Anderer Ansicht ist Kommentator Sultan:

Was faellt einem dazu nur ein? Nicht ueberall, wo Menschen juedischen Glaubens in irgendeiner Form beteiligt sind, spielt Antisemitismus eine Rolle ... und so ist es auch hier. (im Kommentarteil)

20minutenAnti-Israel-Plakat im HB sorgt für Empörung sagt 20 Minuten

Am Zürcher Hauptbahnhof hängt ein Plakat mit provokanter Aussage. Die SBB darf es gesetzlich nicht entfernen – trotz Kritik.

Hinter dem Plakat steckt laut dem «Tages-Anzeiger» die Aktion Palästina-Solidarität – die mit der provokativen Aussage für Empörung sorgt.

NZZ, 19.7.2014

www.nzz.ch/meinung/debatte/nicht-jede-israelkritik-ist-antisemitisch-1.18346502

Gastkommentar zu Nahost

Nicht jede Israelkritik ist antisemitisch

von Verena Tobler, Soziologin

Israel definiert sich, als jüdischer Staat, nach religiös-ethnischen Kriterien. Das kollidiert mit einer modern-säkularen Staatsauffassung und führt zu Diskriminierung.

Vertreter der Gesellschaft Schweiz-Israel (GSI) und des Israelitischen Gemeindebunds (SIG) haben unlängst behauptet, die Plakat-Aktion von Palästina-Solidarität diffamiere den jüdischen Staat und spreche Israel das Existenzrecht ab. Beides sind Unterstellungen: Die Palästina-Petition hat den Staat Israel ausdrücklich anerkannt.

Aufmerksam machen wollen wir allerdings auf zwei «Konstruktionsfehler» des jüdischen Staates: Erstens war Israel eine Staatsgründung im kolonialistischen Sinn und Geist – zu einer Zeit verfügt, in welcher der Kolonialismus tragendes Element vieler Staaten war. Dafür votierten nicht nur die Kolonialstaaten Europas. Mit Australien, Kanada, Neuseeland, Südafrika, den USA und den Staaten Lateinamerikas stimmten europäische Siedlerkolonien dafür, die sich fremdes Land angeeignet und die indigene Bevölkerung von der Macht ausgeschlossen hatten. Alle islamischen Staaten sowie Kuba, Griechenland, Libanon, Indien stimmten dagegen; zehn Länder enthielten sich. Keine Stimme hatten die kolonisierten Völker. Es ist peinlich, wenn seitens des SIG betont wird, die damals dem Uno-Beschluss Unterworfenen hätten keinen Staat gehabt (NZZ 15. 5. 14) – es ist dies das Argument aller Kolonisten, die sich das Land anderer aneigneten.

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