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Montag, 19. Juni 2017, 19 h  Universität Zürich

Wir laden Sie ein zu einem Vortrag von Miko Peled

Inserat NZZ 50 Jahre Sechstagekrieg v1

Miko PeledJuni 2017 – 50 Jahre israelische Besatzung

Vor 50 Jahren schloss Israel mit dem 6-Tage Krieg die Eroberung ganz Palästinas ab. Miko Peled - der Sohn des damals für den Krieg im Westjordanland verantwortlichen Generals - demontiert in seiner Präsentation die von den Zionisten kolportierten Mythen und erläutert die Folgen.

Seit 1967 ist die palästinensische Bevölkerung in der Westbank und im Gazastreifen samt den dorthin Vertriebenen der Willkür einer rigiden israelischen Militärdiktatur ausgesetzt. Jüdische Siedler verfügen fast nach Belieben und Gutdünken über die nicht-jüdische Bevölkerung, über deren Besitz und über deren Rechte.

Dass dies für beide Seiten kein gutes Ende haben kann, davon ist unser Referent Miko Peled überzeugt. Er stammt aus einer prominenten Zionisten-Familie: sein Grossvater Avraham Katznelson war 1948 Mitunterzeichner der Unabhängigkeits­erklärung Israels, sein Vater Matti Peled war einer der Generäle, die Israel im Juni 1967 in den Juni-Krieg führten. Nach 1967 setzte sich dieser dann aber mit all seinen Kräften für eine Versöhnung mit den Palästinensern ein.

Miko Peled folgte zuerst den Fussstapfen seines Vaters und begann seine militärische Ausbilldung in einer Elite-Kampf Einheit. Die einschneidende Wende kam 1997, als seine 13-jährige Nichte Opfer eines Selbstmordattentates wurde. Die Familie reagierte unerwartet: Statt Rache zu fordern, erklärte sie, solches Blutvergiessen werde nur ein Ende haben, wenn Israeli und Palästinenser Frieden finden würden.

Dies führte dazu, dass aus dem Zionisten Miko Peled ein radikaler Kämpfer für ein gemeinsames Zusammenleben von israelischen Juden und Palästinensern wurde.

edition8„Der Sohn des Generals“

ist auch auf Deutsch erschienen.

2016, Zürich, edition8

ISBN: 978-3-85990-290-9


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